Brilllenträger sollten bei diesem Skihelm aufhorchen. Dank der vertikalen Neigungsverstellung eignet sich der Giro Nine Mips ideal, wenn bei der Abfahrt auf die Brille nicht verzichtet werden soll. Zusätzlich kommt der Nine Mips von Giro mit einer Innovation: Das MIPS System soll Rotationskräfte bei einem Sturz verringern. In Sachen Sicherheit hat auch Stiftung Warentest dem Helm bereits gute Werte bescheinigt. Unser Skihelm Test hat zudem gezeigt, dass Passform und Tragekomfort wirklich gut sind. Kleine Schwächen gibt es nur bei der Innenpolsterung. Diese ist leider nur zum Teil herausnehmbar. Dennoch ist der Nine Mips von Giro ein guter Skihelm, den wir ohne Vorbehalte empfehlen können.
Unser Testmodell
- Stiftung Warentest: Gut (2,1)
- Unser Urteil: Gut
- Marke: Giro
- Modell: Nine Mips
- Farbe: blau
- Größe: 59-62,5cm (L)
- Gewicht: 472g (Herstellerangabe ca. 472g)
- Seamless compatibility with all Giro Goggles
- Mips – Multi-directional impact protection system
- Kompatibel mit aftermarket Giro Audiosystemen von Outdoor Tech
- S: 52-55.5cm, M: 55.5-59Cm, L: 59-62.5cm
Tragekomfort und Passform
Gute Passform durch individuelle Größeneinstellung
Als Testmodell hatten wir den Helm in der Größe L (59-62,5cm). Er ist zudem auch noch in den Größen S (52-55,5cm), M (55,5-59cm) und XL (62,5-65cm) erhältlich. Die Passform des Giro Nine Mips hat uns im Test überzeugt. Er drückte an keiner Stelle und ist innen ausreichend gut gepolstert. Lediglich das Drehrädchen zur Größeneinstellung ist etwas schwieriger zu bedienen als bei vergleichbaren Modellen, inbesondere mit Handschuhen. Das kommt daher, dass man nur unten am Rädchen drehen kann und somit leichter abrutscht. Die obere Hälfte des Rades verschwindet nämlich hinter einer Verkleidung (siehe Bild).
Ideal für Brillenträger durch vertikale Neigungseinstellung
Wer als Brillenträger schon mal unterschiedliche Ski- und Snowboardhelme anprobiert hat, kennt das Dilemma. Viele Helme drücken oder passen einfach nicht. Der Giro Nine Mips hat dafür aber eine Lösung parat. Er lässt sich vertikal in der Höhe verstellen. Dazu kann das hintere Polster inklusive Einstellrädchen in der Höhe verstellt werden. Anhand einer Schiene mit insgesamt 5 Aufnahmepunkten kann der Neigungswinkel (Höhe des Hinterkopfpolsters) verstellt werden. Im Test mussten wir für die richtige Einstellung ein wenig rumprobieren. Am Ende saß der Helm jedoch sehr gut.
Sehr gutes Kinnpolster
Das Kinnpolster des Giro Nine Mips hat uns im Test vollkommen überzeugt. Bei geschlossenem Verschluss deckt es die komplette Kinnpartie ab. Die Tester klagten zu keinem Zeitpunkt über ein unangenehmes Tragegefühl, auch wenn der Helm etwas enger getragen wurde. Zudem kann es sich nicht verdrehen, da es mit dem Riemen fest vernäht ist. Sehr gut.
Ohrenpolster lassen Umgebungsgeräusche durch
Die Ohrenpolster schützen die Ohren an kühleren Tagen vor Kälte. Sollte es mal wärmer werden, können diese ebenfalls einfach abgenommen werden. Dazu werden diese einfach aus der Helmschale herausgezogen. Besonders gut hat uns im Test gefallen, dass Umgebungsgeräusche auch bei montierten Ohrenpolstern weiterhin wahrnehmbar sind. Die Polster sind nämlich sowohl von innen als auch von außen mit kleinen Löchern/Perforierungen versehen, die dafür sorgen, dass Umgebungsgeräusche durchdringen können.
Einfacher Verschluss macht was er soll
Der Verschluss des Giro Nine Mips ist ein klassischer Druckverschluss. Er lässt sich sowohl mit oder ohne Handschuhe einfach öffnen. Eine Rasterfunktion zur einfachen und schnellen Verstellung gibt es leider nicht.
12 Lufteinlässe für ausreichende Belüftung
Insgesamt besitzt der Nine Mips von Giro 12 Belüftungsöffnungen. 10 von diesen Öffnungen lassen sich zudem verschließen. Nur die beiden hintersten Lufteinlässe am hinteren unteren Rand des Helmes sind dauerhaft geöffnet. Der Schieberegler zum Öffnen und Schließen der Öffnungen oben auf dem Helm lässt sich stufenlos verstellen. Damit ist es möglich, die Einlässe nur teilweise zu schließen. Im Test konnten wir damit die Lüftung optimal regulieren.
Ein echtes Leichtgewicht
Der Giro Nine Mips gehört zu einem der leichtesten Helme aus unserem Test. Insgesamt bringt unser Testmodell nur 472g auf die Waage. Das entspricht genau den Herstellerangaben.
Sicherheit
Stiftung Warentest bescheinigt guten Unfallschutz
Auch Stiftung Warentest hat den Giro Nine Mips schon ausführlich getestet. In Sachen Sicherheit müssen Sie bei diesem Modell also keine Abstriche machen. Inbesondere in der Disziplin des Unfallschutzes konnte der Nine Mips überzeugen. Alle Testergebnisse der Stiftung Warentest können Sie gegen eine Gebühr hier einsehen.
Geringere Rotationskräfte bei einem Sturz durch MIPS
Der von uns getestete Skihelm kommt mit dem sogenannten Mips-System daher. Die Abkürzung steht dabei für Multi-directional Impact Protection System. Dabei handelt es sich um eine Innovation, mit der Rotationskräfte, die bei einem Sturz auf den Kopf einwirken, vermindert werden sollen. Dafür ist im inneren des Helmes eine weitere dünne Kunststoffschale integriert. An dieser ist das komplette Innenleben des Helmes montiert. Die Kunstoffschale ist wiederum mit flexiblen Gummibändern mit der Helmschale verbunden und ist also in einem gewissen Maße beweglich. Schlägt der Helm nun bei einem Unfall auf den Boden auf, werden entstehende Rotationskräfte verringert, da sich der Kopf innerhalb der Helmschale bewegen kann. Der Kopf ist also nicht starr mit der äußeren Helmschale verbunden.
Zertifiziert nach EN 1077
Natürlich verfügt der Nine Mips von Giro auch über eine EN 1077 Zertifizierung. Damit erfüllt er alle Anforderungen an einen sicheren Skihelm.
- Seamless compatibility with all Giro Goggles
- Mips – Multi-directional impact protection system
- Kompatibel mit aftermarket Giro Audiosystemen von Outdoor Tech
- S: 52-55.5cm, M: 55.5-59Cm, L: 59-62.5cm
Ausstattung
Innenpolster nur teilweise herausnehmbar
Aus hygenischen Gründen empfiehlt es sich, die Innenpolster der Skihelme nach der Saison zu reinigen. Am besten eignet sich hier eine schonende Handwäsche. Damit die Reinigung einfach von der Hand geht, sollte sich das Innenpolster auch herausnehmen lassen. Bei unserem Testmodell lässt sich die Polsterung im Inneren fast komplett herausnehmen. Lediglich die Polsterung am Hinterkopf ist fest verbunden und lässt sich nicht herausnehmen. Das ist schade. Die Reinigung der Polster ist so zwar etwas aufwändiger, aber dennoch noch gut zu bewältigen.
Einfache Skibrillenhalterung
Natürlich besitzt unser getesteter Skihelm auch eine Skibrillenhalterung. Diese ist wie üblich am hinteren Teil des Helmes montiert. Das Gummiband der Skibrille wird dabei von oben eingefädelt. Im Testablauf klappte das sowohl ohne als auch mit Handschuhen sehr gut.
Fazit
Wer auf der Suche nach einem gut ausgestatteten Skihelm ist, kann beim Giro Nine Mips vorbehaltlos zugreifen. Bei Passform und Tragekomfort haben wir keine Beanstandungen. Lediglich das Drehrädchen zur Größenverstellung könnte etwas mehr halt bieten. Brillenträger profitieren zudem von einer vertikalen Neigungsverstellung. Auch die Sicherheit kommt nicht zu kurz. Die Stiftung Warentest bescheinigt dem Helm gute Werte beim Unfallschutz. Das innovative Mips System kann zudem Rotationskräfte bei einem Sturz verringern. Auch die Ohrenpolster und die stufenlose Belüftungsfunktion haben uns im Giro Nine Mips Test überzeugt. Wir können daher eine klare Kaufempfehlung aussprechen.
- Seamless compatibility with all Giro Goggles
- Mips – Multi-directional impact protection system
- Kompatibel mit aftermarket Giro Audiosystemen von Outdoor Tech
- S: 52-55.5cm, M: 55.5-59Cm, L: 59-62.5cm
- MIPS - Multi-Directional Impact System; EPS-Schale
- In Form Anpassungs-System
- 12 Super Cool-Belüftungsöffnungen
- In-Mold Hardbody-Schale
- Stack Ventilation; Größen: S, M, L, XL
- Mips; Hard Shell Konstruktion
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Letzte Aktualisierung am 3.10.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API